Trüffelplantage

Die Trüffelkultivierung

Der Boden

Der richtige Boden ist sehr entscheidend beim Trüffelanbau um Erfolg zu haben. Lockere und gut belüftete Böden, die entwässern, sind gute Voraussetzungen um die Jungbäume oder Jungsträucher (meist 1 bis 2 Jahre alt) zu setzen. Moorige und torfhaltige Böden sind (bis auf manch geschmacklose Trüffelarten) ungeeignet. Nach einer Bodenanalyse, wo man den pH-Wert, die Bodenstruktur und den Nährstoffgehalt bestimmt, beginnt man mit der Aufbereitung des Bodens. Wenn der pH-Wert unter 7 anzeigt, bedeutet dies, ein zu saurer Boden für einen Speisetrüffelanbau. Die Werte für die Burgundertrüffel liegen so um pH-Wert 7 und beim Périgordtrüffel sogar bei ca. pH-Wert 8. Hier kann eine Nachbereitung durch Kalkpulver oder Kalkgranulat (natürlichem) auf der ganzen Ackerfläche helfen. Je nach Anbaufläche wird nun der Boden für die Trüffel mittels Pflügen, durch mulchen oder fräsen vorbereitet. Dadurch wird nicht nur die Pflanzung der Jungbäumchen später erleichtert, sondern auch die Konkurrenzvegetation beseitigt. Auch der spätere Pflegeaufwand der Plantage wird durch eine Voraufbereitung minimiert.

Zusammenfassend ist also zu sagen , dass die tuber uncinatum einen neutralen bis leicht basischen Boden mag. Am besten ist eine Hanglage mit südlicher Ausrichtung, viel Sonne und viel Regen, die sich regelmäßig abwechseln. Kurze Trockenperioden im Sommer und mindestens eine Frostperiode im Winter. Unter einer isolierenden Schneedecke wurden schon bis in den März hinein Trüffelknollen gefunden. Der Boden sollte eine natürliche Humusschicht (ohne chemische Spritzmittel oder Düngemittel) von ein paar Metern tiefe haben. Chemische Stoffe schaden den Trüffeln. Darunter wäre eine steinige (oder Schotter-) Schicht optimal, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.

Der Standort

Die Burgundertrüffel verträgt keine Staunässe, deshalb sollte man die Trüffelbäumchen nie in Mulden oder Graben setzen, denn dort bleibt schnell das Regenwasser stehen und die Trüffel ersticken. Steile oder auch nur leichte Hanglage und Kuppen eignen sich für eine Trüffelkultur hingegen bestens. Völlig flache Ebenen sind hingegen zu vermeiden, da sich dort schnell Pfützen bilden.

 

 

Weiters sollten die Jungbäume oder -sträucher genug Sonneneinstrahlung haben, um das Wachstum voranzutreiben. Sobald die Bäume und Sträucher eine passende Größe erreicht haben, werfen diese einen Schatten rund um den entscheidenden Bereich (die Baumscheibe), nämlich um den Baumstamm und schützen somit vor Austrocknung . Die Baumscheibe sollte ca. 80 - 100 cm um den Stamm herum verlaufen, dort in etwa 5 - 30 cm Tiefe wachsen später die Trüffelknollen.  Ein gesunder starker Wirtsbaum ist die beste Voraussetzung für eine zukünftige Trüffelernte.

Weiters sollten die Jungbäume oder -sträucher genug Sonneneinstrahlung haben, um das Wachstum voranzutreiben. Sobald die Bäume und Sträucher eine passende Größe erreicht haben, werfen diese einen Schatten rund um den entscheidenden Bereich, nämlich um den
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Das Klima

Beim Anbau von Burgunder- (tuber uncinatum) und Frühlingstrüffel (tuber aestivum) brauchen Sie sich wegen des Klimas in Österreich, Deutschland und der Schweiz keine Gedanken zu machen. Diese Trüffelarten wachsen innerhalb einer großen Bandbreite an Klimazonen und kommen mit den Mitteleuropäischen Wetterbedingungen sehr gut zurecht. Die Trüffeln benötigen im Winter kurzen Frost, bei längeren Frostperioden ist ein Abdecken der Baumscheibe durch Mulchmaterial empfehlenswert. Die Burgundertrüffeln brauchen im Sommer ausreichend Wasser, hier kann man bei längeren Trockenperioden mit Bewässerung entgegenwirken. Aber nicht zu viel gießen, eine Faustregel besagt: 6 - 8 Liter pro Woche pro Quadratmeter.

 

Die wärmeliebende Périgordtrüffel gedeiht am besten in wintermilden Gegenden sowie süd- oder südwest-exponierten Hanglagen mit reichlich Sonneneinstrahlung und Windschutz (z.B. in Weinanbauregionen). Ein leichter Bodenfrost ist für die Reifung dieser Trüffelart stimulierend aber Vorsicht vor zu lang andauernden Frostperioden! Der wirkt sich negativ auf das Wachstum der Périgordtrüffel aus. Hier empfielt sich wieder die Wirtsbäumchen mit Mulch abzudecken.

Bepflanzung - Massnahmen in den ersten Jahren

Der beste Zeitpunkt zum Anpflanzen ist der Herbst oder der Frühling, da die Pflanzen zu diesen Zeiten nicht im Saft stehen. Gerade am Anfang, in den ersten Jahren, nach der Pflanzung ist es wichtig, die Trüffelbäume zu beobachten wie sie gedeihen. Bei einer Trockenperiode unbedingt mit Gießwasser nachhelfen. Ein Schutz (Zaun) gegen Wild- und Nagetierschäden reduziert Ernteverluste und es müssen wenig beschädigte Bäume nachgesetzt werden. Weiters sollte der Unkrautwuchs rund um die Jungbäume vermieden werden. Unkraut ist eine Konkurrenz-Vegetation für die Trüffeln, darum so gering wie möglich halten. Mulchmatten im Bereich der Baumscheibe haben eine 3-fach-Wirkung; sie schützen gegen Unkraut, bewahren vor Austrocknung und bieten zugleich Nährstoffe.

 

Zusammenfassung  Vorbereitung einer Trüffelplantage

  • Bodenanalyse
  • Bodenaufbereitung
  • Wildschutz
  • Bepflanzung
  • Mulchmatten, Mulchmaterial
  • Mähen oder jäten
  • Überwachen
  • Bewässern bei Bedarf

 

Geeignet für Trüffelanbau

  • + Kalkhaltig
  • + pH-Wert 7 und 8
  • + Gut belüftete und entwässernde Böden
  • + Genug Sonneneinstrahlung (bei Jungpflanzen)  
  • + Lockere Bodenstruktur
  • + Hänge und Kuppen
  • + Leichter Frost
  • + Abstand zu Konkurrenzvegetation (Nadelbäume, andere Pilze und Unkraut)

 

Nicht geeignet für Trüffelkultivierung

  • - Moorige und torfhaltige Böden
  • - Staunässe
  • - Trockenperioden ohne Bewässerung
  • - Dauerschatten (bei Jungpflanzen)
  • - Saure Böden (pH-Wert unter 7)
  • - Rinnen, Gräben, Senken
  • - Dauerfrost
  • - Viel Konkurrenzvegetation (andere Bäume, Pilze und Unkraut)

Oberösterreichs Erste Trüffelplantage    Wir verwirklichen uns mit Trüffelhang.at einen lang gehegten Traum. Eine biologische Bewirtschaftung einer Trüffelplantage mit ca.750 Wirtsträuchern (375 Haselsträucher + 375 Hainbuchensträucher) auf ca.
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